Lungenhochdruck: Flugreise riskant


Nur mit Sauerstoff fliegen
Lungenhochdruck: Flugreise riskant

Für Menschen, die unter Lungenhochdruck leiden, ist eine Flugreise riskant. Deswegen sollten Betroffene bei längeren Flügen Sauerstoff mit sich führen, raten die Lungenärzte der Deutschen Lungenstiftung (DLS).

Niedriger Luftdruck

In einer Flugzeugkabine herrscht je nach Flughöhe ein erniedrigter Sauerstoffpartialdruck. „Für einen gesunden Menschen ist das im Allgemeinen völlig unproblematisch, da der verminderte Sauerstoffdruck durch eine schnellere und tiefere Atmung ausgeglichen werden kann – für Patienten mit Lungenerkrankungen kann dies aber erhebliche Probleme machen“, erläutert Harald Morr von der DLS.

Studien zeigen, dass bei Menschen mit Lungenhochdruck während einer Flugreise eine Hypoxämie auftreten kann, also ein zu geringer Sauerstoffgehalt im Blut. „Bei Patienten mit Lungenhochdruck, deren Lungengefäße zum Beispiel nach Verlegung durch kleine Blutgerinnsel krankhaft verengt sich, kann der verminderte Sauerstoffdruck auf einer Flugreise gravierende Folgen und möglicherweise auch ein Herzversagen zur Folge haben“, warnt Morr.

Sauerstoff mitführen

Je länger eine Flugreise dauert, umso schlechter wird die Sauerstoffversorgung bei Menschen mit Lungenproblemen. „Deshalb muss man Patienten mit Lungenhochdruck empfehlen, bei Flugreisen, die länger als zweieinhalb Stunden dauern, Sauerstoff mitzuführen“, so Morr. Betroffene müssen jedoch mit der betreffenden Fluggesellschaft vor der Reise klären, ob die Mitnahme eines tragbaren Sauerstoffgerätes erlaubt ist. Patienten sollten sich auch informieren, welche Kosten damit verbunden sind und inwiefern die Krankenversicherung diese übernimmt. „Betroffene Patienten sollten also vor einer beabsichtigten Flugreise am besten ihren Lungenfacharzt aufsuchen und sich von ihm individuell beraten lassen“, rät der Experte abschließend.

News

Lange Essenspausen bei Älteren
Lange Essenspausen bei Älteren

Gesund oder schädlich?

Intervallfasten gilt als gesund – doch für ältere Menschen könnte das anders aussehen. Eine schwedische Studie zeigt: Wer besonders lange Essenspausen machte, entwickelte über die Jahre schneller chronische Erkrankungen.   mehr

Tipps für die Tabletten-Einnahme
Tipps für die Tabletten-Einnahme

Kopf vor oder nach hinten?

Manche Menschen haben keine Probleme damit, Tabletten zu schlucken – für andere ist es eine Qual. Ein Experte gibt Tipps, wie es bei der Einnahme von Kapseln, Tabletten & Co. besser flutscht und wodurch die Arznei schneller wirkt.   mehr

Kopfschmerz-Typen besser erkennen
Frau mit Kopfschmerzen hält sich Nacken und Stirn.Von Kopfschmerzen gibt es verschiedene Typen.

Migräne, Spannung oder Hirnblutung?

Mehr als ein Drittel der erwachsenen Deutschen leidet mindestens einmal im Monat unter Kopfschmerzen. Doch häufig wissen Patient*innen nicht, welcher Kopfschmerz-Typ sie eigentlich plagt. Erfahren Sie das Wichtigste über 3 häufige Arten und wann Kopfschmerzen ein Alarmsignal sind.   mehr

"Alkoholfrei" nicht immer ohne Alkohol
"Alkoholfrei" nicht immer ohne Alkohol

Vorsicht in der Schwangerschaft

Jedes Jahr kommen tausende Kinder mit alkoholbedingten Schäden zur Welt. Dabei ist das vermeidbar. Was müssen Frauen wissen?   mehr

Ziegenmilch gegen Neurodermitis?
Ziegenmilch gegen Neurodermitis?

Babys vor atopischer Dermatitis schützen

Ziegenmilch statt Kuhmilch – könnte das Babys Haut vor Neurodermitis schützen? Eine Studie liefert Hinweise auf einen möglichen vorbeugenden Effekt. Für Kinder mit bereits bestehender Erkrankung gilt das allerdings nicht.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Löwen-Apotheke
Inhaberin Sabine Schruttke
Telefon 036375/5 03 23
Fax 036375/5 03 06
E-Mail info@loewen-apotheke-kindelbrueck.de